Druckschrift 
4 (1836)
Entstehung
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ich Der bin, von welchem Du in der Schrift desApostels liesest. Im fernen Judäa, in der StadtNain, wohnte eine Wittwe, dcmüthigen Geistes undtraurigen Herzens, denn von allen Angehörigen desBluts war ihr blos ein einziger Sohn geblieben;und sie liebte ihn mit wchmuthvoller Liebe, denn erwar das Ebenbild Derer, die sie verloren. Und derSohn starb. Das Rohr, auf das sie sich gelehnt,war zerbrochen, vertrocknet das Oel im Krug derWittwe. Sie trugen den Tobten ans der BahreHinaus, und nahe beim Thor der Stadt, wo sich dieMenge gesammelt hatte, kam ein Schweigen überdie Töne des Schmerzes, denn der Sohn Gottesging vorbei. Die Mutter, die der Bahre nachfolgte,weinte nicht laut, aber Alle, die auf sic blickten,sahen, daß ihr Herz zermalmt war. Und der Herrhatte Erbarmen mit ihr, und er berührte die Bahreund sprach: ich sage Dir, stehe auf! und der Todte-erwachte und sah in das Angesicht des Herrn. O,diese ruhige heilige Stirn dieses unbeschreibbareLächeln - dieses schmerzensreiche , traurige Gesicht,aufgehellt durch das Erbarmen eines Gottes csverscheuchte die Schatten des Grabes I Ich richtetemich auf ich sprach ich lebte, und lag inden Armen meiner Mutter; ja, ich bin der wic-derbelebte Tobte! Die Menge schrie; die Lei-chcnflötcn klangen fröhlich; allgemein erhob sichder Ruf: Gott hat sein Volk heimgesucht! Ich hörte