Druckschrift 
4 (1836)
Entstehung
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Myrthenzweig kröne, zu welchem er gesungen hatte.Der Zweig wurde mit leichter Mühe zu einem Kranzumgcbogcn und der unsterbliche Fulvius unter Hän-deklatschen und dem Ruf: io triuwjilie! gekrönt.Gesang und Leier machten jetzt die Reihe durch dieganze Gesellschaft; ein frischer Myrthenzweig gingvon Hand zu Hand» und hielt bei jedem Gast, derdahin gebracht werden konnte zu singen, an.*)

Die Sonne neigte sich nunmehr zum Untergang,obwohl die Tischgesellschaft, die bereits mehrere Stun-den fröhlich hingcbracht hatte, es in dem verdunkel-ten Zimmer nicht bemerkte. Der Senator aber, dermüd war, und der Krieger, der nach Herkulanumzurückzukchren hatte, erhoben sich und gaben dadurchdas Zeichen zum allgemeinen Aufbruch.

Weilet noch einen Augenblick, meine Freunde/'rief Diomed;wollt Ihr so bald Weggehen, so müßtIhr wenigstens noch Thcil an unserem Schlußspielnehmen."

Mit diesen Worten winkte er Einem der Skla-ven und sagte ihm etwas in's Ohr.

Der Diener eilte hinaus und kehrte sogleich mit

*) Nach Plntarch Sympos. Lib. I. scheint es, daß derMyrthen-oder Lorbeerzweig nicht der Ordnung nachumher gereicht wurde, sondern von der erstenPerson auf dem eine» Ruhebett zu der erstenPerson auf dem zweiten, und dann von der zwei-ten Person auf dem ersten Ruhebett auf die zweitePerson auf dem zweiten überging u. s. f.