Druckschrift 
4 (1836)
Entstehung
Seite
109
Einzelbild herunterladen
 

ios

bemerkte ihren Verdruß und beschloß, sich densel-ben zu Nutze zu machen. Er redete sie über dieTafel hinüber in den herkömmlichen Ausdrücken derGalanterie an, und da er von hoher Geburt undchmuckcm Aeußern war, blieb der eitle Juli« trotzihrer Liebe keineswegs unempfindlich gegen seineklufmcrksamkcitcn.

Mittlerweile wurden die Sklaven von dem wach-samen Sallust beständig in Odem erhalten. Erjagte Becher auf Äecher mit einer Schnelligkeit, alswar' er entschlossen, all die geräumigen Keller z»erschöpfen, die der geneigte Leser noch fetzt unterdem Hause Diomeds sehen kann. Den würdigenKaufmann fing seine Wahl zu gereuen an, alsAmphora auf Amphora angestochcn und geleert wurde.Die Sklaven, sämmtlich noch unter dem Manncsal--ter, (die Jüngsten, welche den Wein füllten, etwazehn Jahre alt; dir Aeltestcn, die ihn mit Wassermischten, etwa fünf Jahre älter, schienen Sallusts

*) Die reichen Römer hatten ganze Schaaren schönerKnaben zur Bedienung bei Tisch. Sie standen untergemeinschaftlicher Aufsicht einiger alten Sklave» oderPädagogen. Die Schaar der Knaben selbst hießPädagogium, und daher jedes einzelne Mitgliedderselben ziuer pseckagoAisnus, woher Wort undSache (xaMo, Page) an die neueren Hofhaltungenüberging. Reisten die Herrschaften aufs Land, sowurden die Knaben zu Wagen nachgeführt und trugenznr Bewahrung des Teints eine Maske aus angesench-terer Brodkrnmme auf dem Gesicht. Lenoc. llPirt. 12L