Druckschrift 
4 (1836)
Entstehung
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Kaum hatte sie den Gruß der beiden Gäste em-pfangen, als Pansa und dessen Frau, Lcpidus, Klo-dius und der römische Senator beinah zugleich cin-tratcn; sofort kam die Witwe Fulvia; dann derDichter Fulvius, der mit der Wiktwc, wenn nichtsAnderes, wenigstens den Namen gemein hatte; nachihm schritt der Krieger aus Herkulanum, begleitetvon seinem Schatten*) herein; hierauf die minderausgezeichneten Gäste. Jone zögerte noch.

Bei den höflichen Alten war es Sitte zu schmei-cheln, wo es nur immer in ihrer Macht lag, und soalt cs denn als ein Zeichen schlechter Erziehung,wenn man sich gleich nach dem Eintritt in das Hausdes WirtheS niedcrsetzte. Unsere Gesellschaft brachtedeßhalb nach dem ersten Gruß, der in der Regel indemselben herzlichen Schütteln der rechten Hand,das noch bei uns üblich ist, zuweilen in der noch

kleide zu nehmen und gestattet blos eine Falbel vonPurpur und goldene Streifen auf dem Gewand. Ge-stickt, in unsrem Sinn des Wortes, oder eingewobenwaren diese Goldstreisen nicht, sondern sie bestandenentweder aus feinem Goldblech, das zerschnitten undausgeheftet wurde, oder es waren, wie hier i» JuliasFalle, gediegene Goldfäden eingezogen. Mit Perlen,gegen welche die Kleiderordnung keine Vorkehrunggetroffen hatte, wurde ein zügelloser Aufwand getrie-ben so daß Plinius IX. 35,56 sagt, man gehe aufPerlen, was Böttiger a. a. O. nicht blos von Per-l len auf den Schuhen, sondern aus der untern Bor-' düre des Kleides verstehen möchte. Der Hebers.

*) Vergl. erstes Bändchen S. 56.

Bulwer's Romane XXXIV. 7