Druckschrift 
4 (1836)
Entstehung
Seite
93
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dcn Platz cinnahm, an welcher sich in dem Stadthausdas Atrium befand. In der Mitte des Pcristpls warein offener Hof, welcher das Jmplnvinm enthielt.

Von diesem Pcristyl ging eine Treppe in dieKüche und sonstigen Geschäftsräume hinab; auf derandern Seite führte ein schmaler Gang nach demGarten; verschiedene kleine Zimmer umgaben dieKolonnade und dienten wahrscheinlich zur Beherbergungfür übernachtende Besuche. Eine andere Thür zur

jederzeit ein Lustgarten, der mit wohlriechenden Kräu-ter», Blumen und blühenden Sträuchern beseht war.Zwischen den Beeten hin und um sie herum führtenSpaziergänge, etweder blos mit Pflanzen und Blu-men, oder, nach Art unsrer Alleen, mit hochstäm-migen Bäumen eingefaßt. Villa urbana, rusticaund srnctnaria standen übrigens in der Regel bei-sammen, indem die beiden letzteren die Wirlhschaft-gebände eines Landgutes, die erstere bas Herrenhausbildeten. Doch war mit dem Landhaus allerdingsnicht immer ein Landgut verbunden, sondern zn-weilen blos ein Garten, wo dann die Fructuariaund Rustica natürlich wegfielen, wie denn überhauptder Ausdruck Billa urbana nicht ein in der Näheder Stadt gelegenes oder vorstädtisches, sondernein für die Bedürfnisse eines Städters eingerichtetesLandhaus bezeichnet. Eine besondere vorstädtischeVilla, vill-i suburbans, unterschieden die römischenArchitekten nicht ausdrücklich, obwohl Columella(cle k. R. I. e. I, §. 19, 20) Denen, die durchGeschäfte an die Stadt gebnnden sind, anräth, sicheine Villa zu kaufen, die innerhalb der Vor-städte liege, um täglich dahin gehen zu können.

Der Ueberseyer,