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schlafen mußte, so war die dem Apäcidcs gesetzteZeit noch nicht ganz zu Ende. Somit fand er sich,sobald er von seinem Lager aufgcstandcn, wie ge-wöhnlich seine Pricsterklcidcr angelegt, und seinkleines Zimmerchen verlassen hatte, wieder vor denAltären.
In der Erschöpfung seiner in den letzten Tagenso mächtig angeregten Gefühle hatte er weit in denMorgen hincingeschlafcn und bereits warf die Sonneihre glühenden Strahlen senkrecht auf die heiligeStätte.
„Sei gegrüßt Apäcidcs," sprach eine Stimme,deren natürliche Rauheit durch lange Kunst zu einerbeinah unangenehmen Milde gedämpft worden war.„Du stehst spät auf. Hat sich Dir die Göttin inTraumgcfichtcn enthüllt? "
„Könnte sic ihr wahres Selbst dem Volk ent-hüllen, KalenuS, wie wenig Weihrauch würde ansdiesen Altären verbrannt werden I"
„Das möchte wahr sein, aber die Göttin istweise genug, sich nur mit den Priestern in Verkehrzu setzen."
„Vielleicht kommt eine Zeit, wo sie ohne ihreeigene Zustimmung entschleiert wird."
„Nicht wahrscheinlich; sic hat zahllose Jahrhun-derte hindurch ihre Herrschaft behauptet, und wasso lange die Probe der Zeit gehalten hat, unterliegtselten der Lust zur Neuerung. Uebrigens sind der-