Druckschrift 
4 (1836)
Entstehung
Seite
75
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heidnischen Augen mochte diese tapfere, heldenhafteThat vielleicht als eine gehässige Apostasie, im be-sten Fall als eine erbarmungwürdige Verrücktheiterscheinen.

Er wagte Alles und entsagte Allem in dieserWelt, in der Hoffnung in der zukünftigen jene Ewig-keit zu gewinnen, die ihm so plötzlich enthüllt wor-den war. Während diese Gedanken von der einenSeite in seine Brust cindrangen, vereinigten sichauf der andern sein Stolz', sein Muth, seine Recht-lichkeit, verbunden mit einem zurückgebliebenen Ge-fühl der Rache für erlittene Täuschung, einemGefühl des empörten Eckels an dem Betrug, dessenWerkzeug er bis jetzt gewesen um ihn zu erhebenund aufrecht zu halten.

Scharf und angreifcnd war der Kampf; aberseine neuen Empfindungen siegten über die galtenund zu einem mächtigen Beleg für die Durchführ,barkeit des Streits mit althergebrachten Meinungenund ancrerbtcn Formen dürfte der Sieg dienen, dendieser geringe Priester über beide errang. Hättensich die ersten Christen mehr von dem imponircndenAnsehen des Herkömmlichen beherrschen lassen, wärensie weniger demokratisch im reinen und hohen Sinndieses mißbrauchten Wortes gewesen, das Ehrt»stenthum wäre schon in der Wiege untergegangen!

Da der Reihe nach jeder Priester mehrere Nächtehinter einander in den Gemächern des Tempels