Druckschrift 
4 (1836)
Entstehung
Seite
63
Einzelbild herunterladen
 

»3

ihm die Unthunlichkeit, den Dienst und das Gewandseines Pricsterthums länger bcizubchaltcn, nnverwciltzu Gemiith führte. Offenbar konnte er sich nicht alseinen Verehrer Gottes bekennen, wenn er auch nuräußerlich fortfuhr, die abgöttischen Altäre des Sa-tans zu bedienen.

Und Dies war nicht Alles; das erregbare, unge-stüme Gemiith Olinths sah dem -Apäcides die Mittelin die Hand gegeben, dem getäuschten Volk dieGaukeleien der Jfisorakel zu enthüllen. Es schienihm, der Himmel selbst habe dieses Werkzeug gesandt,um die Augen der Menge zu cntnebeln und viel-leicht den Weg zur Bekehrung einer ganzen Stadtanzubahncn. So zauderte er denn nicht, den ganzen,neu flammenden Enthusiasmus des Apäcides in An-spruch zu nehmen, seinen Muth anzufachen und seinenEifer zu stacheln. Gemäß vorangegaugener Verab-redung traf er mit dem jungen Mann den Abend nachseiner Taufe in dem bereits beschriebenen Hain derCybele zusammen.

Bei der nächsten feierlichen Befragung desOrakels," sprach Olinth im Verlauf seiner warmenRede,stell Dich an das Gitter, verkünde dem Volklaut den Trug, worin cs gehalten wird; fordere esauf, cinzutrcten und sich mit eigenen Augen von dergroben, aber künstlichen Täuschungsmaschinerie zuüberzeugen, die Du mir beschrieben hast. Fürchtenichts, der Herr, der Daniel schützte, wird DeinBeschützer scyn; wir, die Christengemeinde, werden