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die Augen, und während ihm noch die Wimpern von Thrä-nen feucht waren, schlief er ein.
Es war verabredet worden, daß Katharine in dieserNacht mit einer späten Kutsche, welche um zwölf Ilhr dieStadt verließ, heim reisen sollte. Es war schon ellf Uhrvorbei, Mrs, Morton hatte stch zu Bette begeben; und ihrGatte, der seiner Gewohnheit gemäß noch länger sitzengeblieben war, um zu seinem letzten Glas Branntweinmit Wasser eine Cigarre zu rauchen, hatte eben den Stum-mel weggeworfen und zog seine Nhr auf, als er ein lei-ses Pochen am Fenster hörte. Er stand da stumm und er-schrocken, denn das Fenster ging auf ein dunkles und beiNacht einsames Hintcrgäßchen, und wegen des heißenWetters war der Laden mit eisernem Beschlag noch nichtgeschloffen; das Geräusch wiederholte sich, und er vernahmeine schwache Stimme. Er warf einen Blick auf dasSchüreisen, trat dann vorsichtig an das Fenster und schautehinaus: „Wer ist da?"
„Ich bin es — Katharine. Ich kann nicht gehen,ohne vorher noch meinen Knaben zu sehen. Ich muß —ich muß ihn noch einmal sehen."
„Meine liebe Schwester, das Haus ist geschloffen —es ist unmöglich. Gott gnade mir, wenn Mrs. MortonDich hörte!"
„Ich bin Stunden lang vor diesem Fenster ans- undabgegangen — ich habe gewartet, bis Alles in DeinemHause zur Ruhe ist, bis Niemand, selbst kein Dienstbote,die Mutter zu sehen braucht, die sich zum Bette ihres