Druckschrift 
1 (1841)
Entstehung
Seite
130
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Gott segne Dich, Bruder! Wie freundlich, daß Dukommst! Wie lange, daß wir uns nicht gesehen!"

Setz Dich Katharine, meine theure Schwester. Dubist schwach Du bist sehr verändert sehr. Ich hätteDich nicht erkannt."

Bruder, ich habe meinen Knaben mitgebracht; esist mir schmerzlich, mich von ihm zu trennen sehrsehr schmerzlich; aber es ist gut und recht, und GottesWille geschehe!" Sie wandte sich bei diesen Worten nacheinem kleinen, unförmlichen, zwerghasten Sopha, der sichim dunkelsten Winkel des niedern, dnstern Zimmers zuverstecken schien; und Mr. Morton folgte ihr. Mit der ei-nen Hand zog sie den Shawl weg, den sie über das Kindgebreitet hatte, und den Zeigefinger der andern Hand andie Lippen legend und diese Lippen lächelten jetztflüsterte sie:Wir wollen ihn nicht aufwecken; er ist soermüdet. Aber ich wollte ihn nicht zu Bette bringen, alsbis Ihr ihn gesehen."

Und da schlief der arme Sidney, seine schöne Wangeauf seinen Arm gelehnt; die weichen, seidnen Locken vonder zarten, unbewölkten Stirn weggestrichen; seine natür-liche blühende Farbe durch Hitze und durch die Reise er-höht; das liebliche Angesicht so unschuldig und so friedlich;der Athen: so leicht und regelmäßig, als hätte nie einSeufzer ihn unterbrochen.

Mr. Morton fuhr mit der Hand über die Augen.

Es lag etwas gar Rührendes in dem Kontrast zwi-schen der sorgenwachen, unseligen Frau, und dem Schlnm-