Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
120
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nungtl, unserer Natur durchaus nicht gebraucht, wirdauch von Mill fast nur auf unsere gemeinsame Men-schennatur, auf den Grundbau, der in allen mensch-licheu Wesen derselbe ist, nicht aber auf die Verschie-denheiten zwischen zwei Menschen angewcndet, ob-gleich Das, was allen Menschen gemeinsam ist, nurinsofern einen Werth bekamt, als es zum besserenVerständniß jener Verschiedenheiten dient. Mill lehrtuns nur selten die Varietäten der menschlichen Na-tur kennen, und wirklich kommen sie bei ihm auchsehr selten in Betracht, ausser wo er von ihnen alsAb Weichlingen von einer, wie er glaubt, allge-mein gütiges Grundregel Kentniß nimt. Mit Aus-nahme der ascetischen Theologen hat vielleicht keinSchriftsteller die Vollkommenheit des Menschen soansschlieslich, wie Mill, unter einer einzigen Formgedacht, die er der ganzen Menschheit geben möchte;keiner hat di« ursprünglichen Verschiedenheitenin der Natur des Menschen weniger beachtet als er,obgleich dieselben nicht nur seiner Ansicht von demmenschlichen Geist gemäß sind, sondern sogar noth-wendig aus derselben hervorgehen, sobald man be-denkt, wie ausserordentlich verschieden das Principder Sensibilität oft in zwei Menschen ist. Ich zweiflenicht, daß die Gesezze der Jdeen-Affociation, wie sieMill angegeben, von irgend einem anderen Denkerin Anwendung gebracht, dereinst nicht nur die Ver-schiedenheiten der menschlichen Natur erklären, son-dern auch auf die schlagendste Weise zeigen werden,