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„Wenn man das Leben in seiner Ganzheit betrach-tet, gibt es keinen Menschen und kann auch keinengeben, der nicht, so viel an ihm ist, das allgemeineInteresse seinem eigenen zum Opfer gebracht hätteoder briagen würde. Wer für das allgemeine In-teresse etwas wirken will, kann, selbst wenn er nochso viel Sinn für das Allgemeine hat (d. h. wenn ernoch so tugendhaft ist), nichts thun, als Alles, wasan ihm liegt, anznNenden, damit das allgemeine In-teresse oder der Antheil, der ihm davon zukömt, mitseinem eigenen Interesse so viel wie möglich überein-stimme, und so wenig als möglich mit diesem in Wi-derstreit gerathe."
Durch die Veröffentlichung solcher Ansichten überdie menschliche Natur, und durch eine denselben sehrangemessene Darstellungsweise müssen, wie ich glaube,Bcnthams Schriften allerdings geschadet haben undnoch immer schaden. Durch solche Behauptungensind die edleren, mehr enthusiastisch geslnten Seelengegen seine sonstigen Spekulationen und selbst gegenden Versuch aufgebracht worden, die Moral und diePolitik znm Gegenstand einer scharfen philosophischenUntersuchung zn machen. Denn wäre ein solcher Ver-such nothwendig mit solchen Ergebnissen verbunden,so würde er allerdings weit schädlicher sein als dieleere und flache Deklamation, die durch ihn beseitigtwerden sollte. Noch schlimmer ist die Wirkung aufdiejenigen Gemüther, die sich durch eine solche Denk-art nicht verlezt und empört fühlen; denn die ganze