Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
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Ham besaß. Glerchwvl wird dieser Maßstab im prak-tische« Leben mehr oder weniger von ihm selbst undvon Jedem angelegt, selbst von Denjenigen, die, nmin ihren theoretischen Spekulationen eine eigenrhüm-liche Ansicht dnrchzuführen, zur Verwerfung einessolchen Maßstabes sich verkokten lassen.

Ein Moralphilosoph, der es üb-rsieht, daß eineHandlung ihren Grund mit vielen andern, ihr demAnschein nach unähnlichen Handlungen, in einem ge-wissen Gemüthszustande habe, wird auch die Folgendieser That nur sehr unvollkommen würdigen kön-nen. Denn, mit geringen Ausnahmen, last sich be-haupte«, daß jede That dahin strebt, den Gemüths-zustand, in welchem sie entsprungen ist, festzuhaltenu?d dauernd zu machen. Wenn aber dieses wichtigeElement von dem Moralphilvsophen nicht als Ur-sache gewürdigt w rd, so wird solches auch nicht alsFolge in Rechnung gezogen werden.

Mau kann jedoch nicht sagen, daß Benthamdiese Seite der Frage ganz auff-r Acht gelassen.Die höchst originellen und lehrreichen, wenn auchnicht immer im rechten Geist abgcfasten Kapitel überMotive und Gcmüthsanlagen, die in seinemersten großen hgerke (Einleitung in die Wissenschaftder Moral und Gesezgebnng) Vorkommen, cröfneneinen geraden und breiten Weg nach jenen hochwich-tigen Gegenständen z». Dessen ungeachtet bleibt wahr,daß Bentham und seine Schüler, weil sie den Nach-druk zu sehr auf die spccifischen Folgen gewisser