Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
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müth aber vergessen dürfe. Wenn man es aber anchversuchen wollte, ein System von Volkserziehung zugründen, ohne darin den Religionsunterricht alsnotwendigen und durchgreifenden Bestandthcil aufzu-stellen, so ist sehr zu bezweifeln, ob die öffentlicheMeinung die Ausführung eines solchen Systems ge-statten würde, und ich bin vollkommen überzeugt,daß Dergleichen nicht bestehen könte; denn die Geist-lichkeit würde ans gerechter Besorgniß Allem auf-bieten, ihr eigenes Srziehnngsystem geltend zumachen, was ihr in einem christlich gesinten Landenicht schwer fallen dürfte. Das System der Natio-nalerziehung käme sofort in Miskredit; die Leutewürden sich hüten, ihre Kinder in die Volksschulenzu schikken; die Geistlichcnschnlen würden eine großeAnzahl und wie ich glaube die große Mehrheit derKinder an sich ziehen, und so würde der Philosoph,der Einigkeit säen wollte, Zwiespalt erndtcn. DerVersuch, seinen Plan durchznsezzen, würde geradeseinen besten Grnndsaz nmstoßen und die Erziehung,zu welcher die Geistlichkeit nur Mitwirken sollte,fast ganz in die Hände der Geistlichen bringen. DiesGeschäft aber, nur von Geistlichen besorgt, würdealler Wahrscheinlichkeit nach einen bigotten Karakterannehmen, und in Beziehung ans das praktische Le-ben sehr mangelhaft sein.

Znm Behuf der Erziehung müssen der weltlicheund der geistliche Stand mit einander übereinstim-men, sich gegenseitig ergänzen und in Eins ver-