Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
35
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malische Dichter seine Fantasie zu beschränken, weildie Technik zur Verkörperung seiner Schöpfungennicht ansreicht, und was der Epiker blos durch Wortezu beschreiben vermag, kann der Dramatiker insgreifliche, sichtbare Leben rufen. So ist denn dasTheatralische die zweite Quelle des Stoffes fürdas neue Drama, indem lezteres alle Reize der Sce-nerie zu vereinen, die ausgedehntesten Superstitionenund die glänzendsten Träume einer schrankenlosenFantasie zu umfassen im Stand ist. Daß dies diezwei echten Fundamente des neuen Schauspiels sind,können wir aus der Thatsache ersehen, wonach selbstWerke unter dem Mittelmäßigen, die ans der einenoder andern jener Quellen geschöpft hatten, das grösteGlnk beim Publikum gemacht, am gewaltigsten aufdas Gemiith der Zeitgenossen eingcwirkt haben.DieSpieler,"die Soldatenfrau,"Elan,"das Mäd-chen und die Elster," so verschieden die Stnkke auchunter sich sein möge», kommen sämtlich in dem At-tribut des Volksmäßigen oder Häuslichen überein,und machen, einer so untergeordneten Art des poe-tischen Talentes sie auch angehören, doch jederzeiteinen lebhaften Eindrnk ans die Zuschauer. So ru-fe» andrerseits der Glanz eines Osterschanspiels Poder die Dekorationen eines fast wortlosen Melo-drams eine Bewunderung hervor, um welcher willen

') An Ostern und Weilmachten werden in Londongroße Pantomime» ausgefiihrt.

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