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und vermähle den seenischcn Pomp „dem unsterb-lichen Vers." Statt das Publikum wegen seinesGefallens an dem Reiz des Gepränges zu scheltenund zu besticheln, sei cs die Aufgabe unsrer Drama-tiker, den Reiz selbst höher zu heben. Mögen steAlles, was ste können, von den Schwestcrkünstenborgen (worin ste einen wirklichen Vortheil über dieanderen Dichter haben, die von ihrer eigenen Kunstallein abhangen), aber Sorge tragen, daß ihre präch-tigen Verbündeten der Hauptknnst, zu welcher stesich bekennen, als Werkzeuge dienen. Kurz, mögenste fort und fort dieselbe Pracht des Effektes in An-wendung bringen, aber, statt dieselbe ans ein Spek-takel oder Melodram zu vergeuden, ste zum fördern-den Organ der Tragödie selbst gebrauchen. Der er-staunliche Reichthum an Buhne,nllnstonen öfnet demneuen Dichter ein weites Feld, das seine Vorgängernicht betreten konten. Er kann wirklich gebieten„über die Schäzze der Erde» Luft und See." Dasglorreiche Indien mit seinen mächtigen Wäldern undschimmernden Thürmen, das „fanatische Egyptenund seine Priester," der düstere Aberglauben desNordens, seine zanberrüchige» Fichtenthäler, seinebeschneiten Berge in lichter Luft„Gekleidet in den Reiz von tausend Sternen;'- —was je die Natur erschaffen, die Geschichte uns hin-terlaffen, die Einbildungskraft erfunden hat — Allessteht jezt dem Künstler zur Hand, um es auf dieBretter zu bringen. Nimmermehr hat jezt der dra-