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feinerer und kvmplicirterer Stoff, als derjenige, denman blos aus dem Bereich des königlichen Daseinsäilfgrcift, dessen Dürftigkeit wir ans der einförmi-gen Monotonie der Karaktere abnehmen können, inwelche derselbe in der königlichen Tragödie gegossenwird. Da ist der ewige Fürst und sein ewiger Ver-trauter; der ehrsüchtige Verräther und der eifersüch-tige Tvrann; die schöne Gefangene und ihre Freun-din! — Wir würden diese Personen nicht so oft zusehen bekommen, hätten sich die Dichter nicht auf dieRänke, die Begebenheiten und die Geschöpfe einesHofs beschränkt gehalten.
Eine zweite, hieran gänzlich verschiedene Quellefür die Motive der neuen Tragödie kann man indem Pomphaften finden. Die wahre Kunst ver-wirft kein Motiv, das in ihrem Bereich liegt. DieBühne hat im Schangepränge ein umfassendes Feldgewonnen, das auf jedem Punkt ihrer frühern Ge-schichte gänzlich unbekant war. Die kunstreichstenErfindungen der Maschinerie, die ausgesuchtesten sce-nischen Illusionen entführen uns jezt wirklich:
..Von Tbeben nach Athen sobald und wie ibrs wollt."Das Publikum hat sich an diesen Pomp gewöhnt.Sei eS so. Der Bühnendichter thue, was Voltairebei einer gleichen Sucht des Publikums gethan hat'-),
P Doch klagt Helvctius darüber, daß zu seiner ZeitPracht und Aufwand nicht ihre volle Wirkungthun könten wegen der Mode der Zuschauer, sichauf die Bühne zu drangen.
Bulwer's Romane. DX. 3