len, die dem Schiksa! eines Wesens znschantcn, dasselbst der Machthaber des Schiksals war")!
Der Glaube, der etwas von der Macht und Hei-ligkeit eines Gottes an einen Herrscher knüpfte, sahin dessen Liebe nothwendig eine übermenschliche Würde,in seinem Schmerz eine furchtbare Erhabenheit. DasUnglük, das den Fürsten traf, war wie eine Züchti-gung des Volkes. Die Zuschauer fühlten sich beiseinem Triumph oder seinem Sturz bctheiligt. Sowaren Könige die geeignetsten Helden der tragi-schen Muse, weil schon ihre llose Erscheinung aufden Brettern den Eindrnk der Erhabenheit machte,— weil der Aberglaube des Publikums dem hohenLeidenden eine riesige Große anfdrükte und sich mitdem Pathos, das schon in dem menschlischcn Interesselag, sogar religiöse Ehrfurcht verband. Die Ge-bräuche des Königthums in den altern Zeiten ver-stärkten noch diese Täuschung. Denn sowol in derfrnhern Periode der antiken Welt als nachher in derFeudalzcit repräsentirte das Volk nicht sich selbst,sondern ward durch sein Oberhaupt rexräsentirt, undwenn Shakespeare Heinrich V auf der Bühne ein-führte, sahen die Zuschauer nicht blos einen König,sondern das Sinnbild ihrer eigenen Triumphe, dielebendige Personifikation der Trophäen bei Azincourtund der Demüthignng Frankreichs. Die Theilnahmc
") „Fürsten gleichen den Himmelskörpern, die guteoder schlechte Jahre machen." Bacon.