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5 (1836)
Entstehung
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derljch für die Moral, aber ungeeignet für die Bühne.Ein guter Mann, der sich nie gegen die Vernunftvergeht, ist ein treflichcr Karakter, aber -in zahmerHeld. Jedoch nicht blos das sittliche Gefühl zähmtdie Leidenschaften; auch die Frivolität zähmt sie, undvielleicht ist das Wesen eines Königs für das Tra-gische (das immer etwas Ueberschivängliches verlangt)in zu enge Grenzen eingeengt und eingefriedigtnicht so sehr durch die Tugenden, die ihn bewälti-gen, als durch das Ccremonicll, das ihn zurükhält.Die alten Könige waren die passenden Helden fürdie Bühne, denn alle einflußreiche Ideen der Mensch-heit lebten und-webten in ihnen. Die antike wiedie christliche Vorzeit theilte dem gekrönten Haupteine geheimnisvolle Heiligkeit zu. Bevollmächtigteübernatürlicher Machte, waren sie die Götter oderdie Dämonen der Erde; die Herzen der Menschenwurden bei allen Handlungen der Fürsten zu einerfurchtbaren, unwiderstehlichen Theilnahme gezwun-gen. Sie bildeten das irdische Fundament für dasMenschcnschiksal; erschienen ihre Repräsentanten aufder Bühne in ihrem Schmnk und mit ihrem Gefolge,so mnete das von den Urbildern so höchlich in An-spruch genommene Interesse des Zuschauers sich auchans das Nachbild übertragen, und unter solchen Um-ständen nahm denn dieses Interesse allerdings einegroßartige, tragische Würde an. Welche lebendigen,ergreifenden Empfindungen musten Diejenigen süh-