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Gefühle der Könige nicht inniger sind als die Em-pfindungen solcher Menschen, die mehr durch dierauhen Mahnungen des Lebens aufgeregt werden,und die Leidenschaften einer Königin nicht freier vonFrivolität, als die des Mädchens von geringemStand, das ans der Tiefe eines Herzens liebt, wel-ches keine Beschäftigung als die Liebe hat. Wirkennen die Großen jczt als Personen, die hochznhal-ten allerdings klug und ziemlich ist; als Jndividna-lijirungen der erhabenen Idee, durch welche eine Na-tion ihre eigene Größe zur Schau trägt und ihre»!eigenen Stolz schmeichelt. Für meinen Theit bekenneich mich zwar nicht zu dem intoleranten Volksglau-ben, als wüsten die Könige schlimmer sein als an-dere Menschen"); aber wir wissen mindestens, daß,in einer Einhegung von Förmlichkeiten und einerwesenlosen Etikette, ihre Seelen nicht so umfassend,ihre Leidenschaften nicht so mächtig, ihre Gefühlenicht so tief tragisch sein können, wie diejenigen vonMenschen, in welchen das handelnde Leben die Wün-sche beständig anrcizt und die Seelenvermögen stählt.Leidenschaften sind die Elemente der Tragödie. Wasdie Leidenschaften weich, und geordnet macht, ist för-
") Ja. waren sie Dies, so würden sie — zwar furcht-bare Gcisioln für die Welt — doch yneliuo clioseste do» für die Bühne sein. Gerade weil die Kö-nige sich jezt so selten eines gigantischen Verbre-chens schuldig machen, flösen sie uns nicht mehrScheu und Schrekken ans den Brettern ein.