Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
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I'kownie 1r»n<Äi!i! In England sind wir, Dank un-fern Steuern, noch nicht soweit gekommen, die Ver-gnügungen zu unser» unningänglicheu Bedürfnissenzu rechnen.

Ader in ganz Europa fängt die Glorie des Thea-ters an, sich mit Schatten zu überziehen, als ob esgewisse Künste gäbe, die eine Zeit hindurch leuchten,und dann in Stille und Dunkelheit sinken müsten,wie ein erschöpfter Bnltan. In Frankreich fleht nichtnur die Schaubühne für sich in keiner glänzenden Lage,sondern das Talent für das Theater selbst ist, trozallem ihm winkenden Vorthcil und Anreiz, entartet.Die französischen Autoren haben eine neue Aera derKunst Lurch völlige Aufhebung der Natur zu gründengesucht. Sie bestreben sich jezt blos, irgend etwasUnnatürliches zu schreiben. Sie wollen Schrekkcndurch Vorführung irgend eines Popanzes erregen,der nie existiren kann. Wollte Garrick SchauderHervorrufen, so brauchte er blos de» Au-druk seinerZüge z» ändern; will uns ein Kind erschrekken, sosezt es eine Maske auf: die französischen Dichter sez-zen eine Maske auf.

Die französischen Dramatiker haben jezt dasganze Verzeichnis der ausserordentlichen Verbrechenso ziemlich dnrchgemacht; ist es vollends erschöpft, sowird auch ihr Gross zu Ende sein. Was lävt sichnach der Däne lle Pinie noch Ungeheureres ersinnen?In dieftm Stük vergiftet die Heldin ihren Vater,erdolcht und ertränkt sämtliche Liebhaber, die sie bc-