Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
16
Einzelbild herunterladen
 

IS

komme» kann, (eine undekante Zahl,) iutrikirt mitdem einen Sohn nnd ermordet den ander»! Nacheiner solchen Auervah! aus dem schönen Geschlechtdürfte schwer zu errathen sein, sliS welchen weiblichenSchöuheitsstoffen die französischen Dichter ihre nächstemodegerechte Heldin zusammensezzen werde»!

Das Theater ist in Frankreich in einer jämmer-lichen Lage; es wurde das Schlachtfeld für die bei-den Schulen, und die Kämpfer haben all ihre Leichenans der Buhne zurükgelaffen.

Lebt das sranzösische Theater non Mord, so er-hält stch dagegen das englische vom Diebstahl. Esstiehlt Alles, worauf es Hand legen kann; heutemaust cs non einer französischen Posse, morgen wirdes kirch-nränberisch nnd bricht in die Bibel ein. Dieehrlichsten unter unser» Autoren rümpfen die Naseüber die Schurken, welche Ausländer berauben, undbeschränken, im Geist eines erhabenen Patriotismus,ihre Diebstähle auf die Literatur deS eigenen Lan-des. Sie meinen, alte Waare ,;u stehlen sei keineDieberei; sie sind Büchertrödler, die gestäudigermastenaus zweiter Hand verkaufen. Sie jagen unter denHeywoods nnd Deckers, plündcru einen Planaus Fletcher oderShirley, und was die Sprachebefrist, so stehlen sie dieselbe überall her. Siefüllen jede Seite mitmach fort" undvon unge-fähr." Fodcrt eine Dame ihre Gäste zum Sizzcnauf, so spricht sie:

Ich bitte, sezt euch, gute Herren;"