Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
9
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Der Geist der damaligen Zeit ist italienische Poesiein ein rauheres Idiom übertragen, aber eben durchdie Uebertragung gekräftigt. Unter der KöniginAnna waren wir in gleichem Grad dem Französischenverpflichtet, und nichts kann gallischer sein, als Ad-disons Prosa und Popes Verse. In der unserer.Gegenwart unmittelbar vorangegangenen Periodehaben wir neben der Rnkkehr zn unfern alternSchriftstellern, die denn eben wieder aus dem Ita-ienischen -'nd Französischen geborgt hatten, jenesNondlicht und jenen träumerischen Karakter desIvmans, jenen Verband von Chevalerie und Mhsti-ciimus, welcher die Lieblingsprodukce der Zeit be-zeihnete, einem großen Theil nach den Meisterwer-ken der Deutschen entnommen. P In der That

P lhs ist nicht immer ganz leicht, den Weg zu ver-svlgen, auf welchem ein Schriftsteller durch denGeist einer fremden Literatur, die er vielleichtnicht einmal im Original kante, influenzirt wurde.Wordsworth, Colcridge und Scott verstandendeutsch und diese Vckantschaft zeigt sich deutlichi» ihren Werken. Bvron verstand nicht deutsch,aber er war tief vom Geist der Deutschen dnrch-haucht. (Eine große Zahl deutscher Romane waram Anfang unsres Jahrhunderts übersczt worden.Sic machten die Runde durch die Leihbibliothekenund bereiteten das gewöhnliche Publikum unbe-wuSt für eine günstige Ausnahme der ersten eng-lische» Schriftsteller ans einer ähnlichen Schulevor. Ich vernahm von einem Verwandten By-rons , derselbe habe diese Romane in seiner Iu-