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5 (1838)
Entstehung
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ich ihm tiefe Dankbarkeit schuldig. Unter seinenSchwächen habe ich manche beobachtet, in welche alleliterarischen Männer leicht verfallen könnten, ohnestrenge Wachsamkeit über sich selbst; und lassen Sicmich auch hinzusctzen, daß ich gegen seine Angehörigengroße Verpflichtungen habe."

„Du glaubst also an die Gesundheit seines Herzensund an die Makellosigkeit seiner Ehre?" fragte Clcvc-land begierig.

„In der That, ja; das sind, das müssen sepndie Vieles gutmachcndcn Eigenschaften des Dichters."

Maltravcrs sprach mit Wärme; und so groß warjetzt sein Einfluß auf Florencc, daß seine Worte —ach zum Unheil! — ihre Achtung für Castruccios Cha-rakter, welche anfänglich groß gewesen, aber neuerlichdurch seine Anmaßung erschüttert worden war, wiederherstclltcn. Sic hatte ihn drei- bis viermal gesehenin der Zwischenzeit zwischen dem Empfang seines Ent-schuldiguugsbricfs und ihres Besuchs bei Clcvcland,und er war ihr mehr finster als gcdcmüthigt vorge-kommcu. Aber sic empfand Mitlcidcn mit der Eitel-keit, die sic selbst verwundet hatte.

„Und nun," fuhr Maltravcrs fort, „zu meinemzweiten Gegenstand, über den ich Rath wünsche. Aberder ist politischer Natur — wird Ladp Florencc sichdabei nicht.langweilen?"

„O nein, gegen Politik bin ich nie gleichgültig;sic flößt mir immer Verachtung oder Bewunderungein, je nach den Motiven derjenigen, welche ihre