ist als Instinkt den Herzen cingcpflanzt, welchen Gottdie geweihten Kräfte des Genius verlieh. Bei demWerk, welches Maltravcrs jetzt schrieb, zog er Florcncezn Rath; sein Vertrauen entzückte sic — cs war einKompliment, das sic zu würdigen wußte. Kühn, feurig,leidenschaftlich war dicß Werk, eine kurze Fciertags-schöpfung, das jüngste und gclicbtcstc unter den Kin-dern seines Geistes. Und als nun Tag um Tag mehrder glänzende Entwurf Gestalt gewann und Gedankeund Einbildungskraft heimische Wohnungen fanden, dawar cS Florcnccn, als wäre sic in den Pallast derGenien eingelassen und als wäre sic vertraut gemachtworden mit dem Mechanismus jener Talismane undZauber, womit die übernatürlichen Vermögen desGeistes die Welt zu bannen und zu bezaubern vor-nehmen. Ach, wie verschieden au Tiefe und Majestätwaren diese Verbindungen im Reich der Idee zwischenErnst Maltravers und einem Weibe, das an Geistes-kraft und Gcistcsbesitz kaum unter ihm stand, vonjener schattenhaften Brücke dämmernder Sympathien,die einst der schwärmerische Jüngling gebaut hatte,zwischen seiner Poesie der Weisheit und Alicens Poesieder Liebe!
Es war an einem Scptcmbcrtag, spät Nachmit-tags, als die Sonne langsam gegen Westen hinab sichsenkte, daß Lady Florcnce, welche den ganzen Morgenauf ihrem eigenen Zimmer zugcbracht hatte — um,wie sic sagte, die widerwärtigen Retardate von Briefenwcgzuschaffen, mehr auf Lord Saringhams, als aus