Druckschrift 
5 (1838)
Entstehung
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Gefühle, die er lang und sorgfältig in sich verschlossengehalten, jetzt ließ dieser Mann, gewöhnlich so ruhigund besonnen, brennend und lcidcnschastlich all' jenestürmischen und beinahe furchtbaren Gedanken,ansströ-mcn, die, wie sehr wir sie auch regeln, beherrschenoder verhehlen mögen, tief in Unserer Aller Seelenlauschen Saamen ewigen Kriegs zwischen dem na-türlichen und künstlichen Menschen, zwischen unseremkühneren Genius und unfern geselligen Schicklichkcits-Lcgriffen; Gedanken, die von Zeit zu Zeit sich ent-laden als Herolde eitler und fruchtloser Revolutionen,ohnmächtige Kämpfe gegen das Verhängniß; Gedanken,welche zu verbreiten und zu predigen, gute und weiseMänner sich bedenken würden; denn sie sind von einemFeuer, das eben so brennt wie erhellt, und das vonHerz zu Herz überspringt, wie ein Funke in Flachs umsich greift; Gedanken, die da am reifsten, wo dieNatur am edelsten, aber die mit Wahrheiten Zusammen-hängen , welche die Tugend nicht laut nennen darf.Und wie Maltravcrs so sprach, die Augen flammendvon fast nicht zu ertragendem Licht, mit arbeitenderBrust seine Gestalt gleichsam sich erhöhend daerschien er dem Auge von Florcnce Lasccllcs größerals nie; die Ketten, welche die starken Glieder seinesGeistes banden, schienen entzwei gerissen und seineSeele ward sichtbar und ragte stolz empor, wie einWesen, das der Sklaverei entflohen ist und sein Haupthimmelwärts erhebt und sich frei fühlt.

Dieser Abend war Zeuge einer

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