Druckschrift 
5 (1838)
Entstehung
Seite
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W sic schwieg, kehrte sie sich gegen das offeneFenster und trat hinaus untcr die Veranda; und a»Sdein Zittern ihrer Stimme crricth Maltravcrs, daßsie dich gcthan / um ihre Thräncn zu verbergen oderzu unterdrücken.

Und doch," sagte er ihr folgend,gibt cs nocheine Gattung entfernterer Freunde, deren ThcilnahmcLadp Floren« LascellcS sich nothwcndig gewinnen muß,wie gering sic sie auch schätzt. Unter die geringstenvon diesen gestatten Sic mir, mich selbst zu rechnen.Kommen Sic, ich nehme mir das Recht'des Rath-gcbcrs heraus die Nachtlicht ist ein Vergnügen, demSic sich nicht hingebe» dürfen."

Nein, nein, sic erfrischt mich sic thut mir gut.Sie mißverstehen mich. Ich leide an keiner Krankheit,welche der schlimme Himmel und die schlafenden Blu-me» verschlimmern könnten."

Maltravcrs war, wie man wohl sicht, nicht ver-liebt in Floren«; aber er konnte, so wie in neuesterZeit geschah, in so unmittelbare Nähe ihrer seltenenund reichen geistigen und persönlichen Gaben und Vor-züge gebracht, nicht umhin, eine lebhafte und sogarzärtliche Thcilnahmc an ihr zu empfinden schon dieOffenherzigkeit, womit er zu ihr zu sprechen gewohntwar und die vielfachen Baude eines Verkehrs, welcherhier nothwcndig zwischen ihm und einem von Natur soreich ausgcstattetcn und so hochgebildeten Geist sich ent-spann, hatten ihre Bekanntschaft auf einen vertrautenFuß gebracht.