Druckschrift 
5 (1838)
Entstehung
Seite
31
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Diese Männer, die ich um mich her sehe Wer sindsic? Die große Masse davon sind fiibllosc, seideneEgoisten von schlechtem Geschmack, schlechter Bil-dung, aber in schönen Kleidern; die Wenigen, dieman ausgezeichnet nennt wie selbstsüchtig sind diein ihrem Ehrgeiz, wie hart, wie phantasielos in ihrenLebcnsbcstrcbungcn! Bin ich zu tadeln, wenn ichbisweilen über solche Leute eine Macht ausiibe, welchemehr ein Beweis meiner Verachtung gegen sic alsmeiner Eitelkeit ist."

Ich habe nicht das Recht, mit Ihnen zu streiten."

Ja, streiten Sic mit mir, überzeugen, leitenSic mich der Himmel weiß, so ungestüm undhochmüthig ich bin, bedarf ich doch eines Führers"und der Lady Florcncc Augen schwammen in Thrä'ncn.Ernsts Vorurtheile gegen sie waren stark erschüttert;er war sogar einigermaßen geblendet von ihrer Schön-heit und gerührt von ihrer nicht erwarteten Sanftheit;immer noch aber war sein Herz nicht bethciligt under crwicdcrtc beinahe kalt nach einer kurzen Pause:

Meine liebe Lady Florcncc, sehen Sic sich umin der Welt Wer ist so sehr zu beneiden wie Sic?Welche Quellen des Glückes und Stolzes stehen nichtIhnen offen? Warum denn nun sich selbst Ursachenzur Unzufriedenheit aufsuchcn warum erbittert scynüber Solche, die Ihnen ja nicht in den Weg treten?Warum nicht mit Liebe auf Gottes weniger begabteKinder schauen, so weit sie auch unter Ihnen zu stehenscheinen mögen? Welchen Trost gewährt es Ihnen