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nmwandtc, war ihr Antlitz so voll beredter Gcmütlss-bcwegnng, daß Fcrrcrs von seinem Ansdruck lebhaftergriffen ward. Er war sonst nicht der Mann, derviel Neugierde empfand in Sachen, die nicht nnmittcl-bar ihn selbst betrafen; aber seine Neugierde war dochrege geworden in Betreff dieser schwcrmüthigcn undschönen Fra». Ihr gewöhnliches Aussehen hatte dennicht zu bezeichnenden Zug tiefer Resignation, welcherdie unauslöschliche Erinnerung an eine bittere Ver-gangenheit vcrräth; ein frühe gebrochenes Her; sprachans ihrem Auge, ihrem Lächeln, ihrem matten undfreudlosen Gang. Aber sic erfüllte die Reihe ihrerruhigen Pflichten mit einer stillen, gewissenhaften Regel-mäßigkeit, welche bewies, daß der Gram ihren Geistmehr drücke als störe. Wenn ihre Last schwer war,so schien doch die Gewohnheit sie in so weit damitansgcsöhnt zu haben, daß sic sic ohne Murren undKlagen ertrug; und die Bewegung, deren Spuren jetztFcrrcrs in ihren sanften und harmonischen Zügen ent-deckte, war von der Art, wie er sic nur einmal früheran ihr gesehen — an dem ersten Abend nämlich, woer mit ihr znsammcngctroffcn war, als die Poesie, derSchlüssel der Erinnerung, offenbar eine Halle volltrauriger und verstörter Geister in ihrem Herzen auf-geschlossen hatte.
„Ach, liebe Madame," sagte Fcrrcrs, vortrctcnd,als er sich von ihr entdeckt sah, „ich hoffe doch, Sienicht zu stören. Mein Besuch ist zu einer unpassendenZeit, aber mein Oheim — wo ist er?"