Druckschrift 
10 (1843)
Entstehung
Seite
112
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Wie groß hierin mein Jrrthum war, wißtZhr zumTheil.Ein Fürst, zerfließend in Wollust und Lastern ein Adel,entwürdigt durch Günstlinge und Blnisauger ein Volk,geplündert von Vögten und Einnehmern, und ein Land,verstört durch Streit und Aufruhr! Aber Ihr wißt nichtAlles Gott hat des Mannes Herd zu seinem Altar ge-macht, unsre Herde wurden befleckt unsre Weiberund Töchter wurden als Huren betrachtet undUnzuchtregierte das Königreich. Eines Königs Wort sollte fest" sehn, wie die Säulen der Welt. Welcher Mann hat jeEdward getraut und ist nicht betrogen worden? Selbstin diesem Augenblick steht der unritterliche Lügner unterden Waffen mit der Last eines Meineids auf seiner Seele.2» seines Vaters Stadt Vork hat er, wie Ihr wißt, vordrei kurzen Wochen dem König Heinrich den Eid der Un-terthanentreue geleistet. Und jetzt ist König Heinrich seinGefangener, und König Heinrichs heilige Krone ist aufseinem Verrätherhaupt! Verräther nennt er uns? Wel-cher Name ist dann schimpflich genug für ihn? Edwardversprach, ein wackrer Mann zu werden, und darum habeich ihm gedient. Er wurde ein niederträchtiger, ein fal-scher , ein sittenloser und grausamer König, und ich ver-ließ ihn; mögen alle freie Herzen in allen freien Ländernso den Königen dienen, wenn sie Tyrannen werden. Ihrfechtet gegen einen grausamen und abscheulichen Usurpa-tor, dessen tapfrer Arm ein schwarze« Herz nicht zu heili-gen vermag Ihr fechtet nicht nur für König Heinrich,den Sanftmüthigen und Tugendreichen Ihr fechtet