Druckschrift 
10 (1843)
Entstehung
Seite
89
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hatte in der letzten Stunde de- Leben- ohne Eine Er-innerung an Bitterkeit und Zorn, so daß mein Gewissen,was auch sonst seine Bekümmernisse, sagen könnte:'MeinMund hat nie mein Herz Lüge» gestraft meine Wortehaben ihm nie weh gethan!' Und nun also, Lord Hastings,scheiden wir in aller Freundlichkeit. Lebt wohl, für im-merundewig! Du hast einer Frau Dich vermählt, dieDich ohne Zweifel so zärtlich liebt, als ich gethan hätte.Ach! hege und pflege dieseZärtlichkeit! Es gibt Stunden,selbst bei Deiner Laufbahn, wo ein Wenig Liebe süßer ist,als viel Ruhm! Wenn Du glaubst, daß ich Dir Etwa»zu verzeihen habe, so bete ich jetzt von ganzem Herzen>und dicß Gebet werbt ich flüstern, so lange mein Lebenwährt 'Der Himmel vergebe diesem Mann, wie ichihm vergebe! der Himmel mache sein Haus zu einer Stättedes Friedens, und fläße denen, die ihm jetzt nahe undtheuer flnd, die Liebe und Treue ein, die einst ichSiehielt inne, denn die Worte erstickten sie beinahe, verhüllteihr Angesicht, und streckte ihre Hand aus, zum Zeichen derVersöhnung und des Abschieds.

Ach, weim ich beten dürfte wie Du," murmelteHastings, seine Lippen auf diese brenuende Hand drückend,wie wollt' ich den Himmel bestürmen, durch zahlloseSegnungen das Unrecht gut zu machen, das ich an Dirbegangen habe. Und der Himmel wird oh! gewiß, erwird cs thun!" Er drückte die Hand an sein Herz, ließsie sinken, und war weg.

Im Hofraum ward er von Alwyn angeredet