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Ich spreche nicht von den Hindernissen, die sich damalserhoben : — inmitten derselben erfuhr ich, daß Katharineallein und verwiitwet — daß sie frei war. Auf ihreeigne Aufforderung suchte ich sie auf, und erfuhr aus ih-rem Munde, daß sie mich immer geliebt hatte, mich nochliebte. Die Berauschung meines ZugcndtraumS kehrtewieder — Unglück und Verbannung folgten gleich darauf— Katharine verließ ihre glänzende Lage, ihr Vermö-gen, ihr Vaterland, und folgte dem verbannten Manne,und so vereinigten sich Erinnerung, Dankbarkeit und Ver-hängniß, und die Geliebte meiner Jugend ward meinWeib. Keine Andere hätte je Dein Bild verdrängen —keine Andere mich der Treue vergessen machen können, dieich Dir verpfändet. Der Gedanke an Dich hat mich im-mer verfolgt — wird mich bis ans Ende meines Lebensverfolgen. Ich darf nicht sage», daß ich Dich jetzt nochliebe, aber dennoch—" er hielt inne, fuhr aber dannrasch wieder fort: „Genug — genug — theuer bist Dumir, und geehrt — theurer, geehrter als eine Schwester.Dank dem Himmel und Deiner Tugend, daß wenigstensmeine Falschheit Dich doch rein und unbefleckt läßt. DeineHand kann »och einen würdigern Mann beglücken. Wennunsre Sache triumphirt, soll Dein Glück, Deines VatersSchicksal, meine angelegenste Sorge sehn. Nie, nie wirdmein Schlaf erquickend und mein Gewissen ruhig sehn,als bis ich Dich, als geehrte Gattin — vielleicht als ge-segnete und segnende Mutter sagen hören: 'Falscher, ichbin glücklich!'"