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Dir, Weib und Mutter! Selbst meine Verzeihung kan»Dein Unheil nicht abwenden!"
„Tödte mich — tödte mich!" rief Isabelle , auf ihnzu springend; aber wie sie sein abgewandtes Antlitz sah,die Arme über der Brust gekreuzt — dieser edeln Brust,an der sie nie mehr eine Zuflucht finden sollte, sank siebewußtlos zu Boden. *
Der Graf sah sich um, sich zu versichern, ob Niemandin der Nähe sei,, Zeuge seiner Schwäche zu sepn, nahmsie dann sanft in seine Arme, legte sie auf ihr Bett, undeinen Augenblick sich über sie beugend, betete er zu Gottihr zu verzeihen.
* Da unsre Erzählung dar spätere Schicksal der Herzogin vonClarcnce nicht mehr umfaßt, wird uns der Leser verzeihen,wenn wir ihn in der Stürze daran erinnern, daß ihr Erst-geborner (der seines erlauchten Großvaters Titel als Grafvon Warwick trug) bei der Thronbesteigung Heinrichs VIk,in den Kerker geworfen und nachmals auf Befehl dieserKönig» enthauptet wurde. Der Geburt nach war er derrechtmäßige Erbe des Thrones. Die unglückliche Isabel starbjung, fünf Jahre nach dem Zeitpunkt, bei welchem wir mitunsrer Erzählung stehen. Eine ihrer Dienerinnen wardangeklagt, sie vergiftet zu haben, und dcßwcgen hingerich-tet. Elarence ließ e« nicht lange anstehen, ihren Platz wie-der zu ersetzen. Er bewarb sich um die Hand Maria'S vonBurgund, einzige Tochter und Erbin Carls de» Kühnen.Edwards Eifersucht und Furcht ließen ihn nichts wissenwollen von einer Allianz , welche, wie Lingard bemerkt,Elarence in Stand setzen konnte, „der Macht Burgunds sichzu bedienen, um die Krone von England zu gewinnen;"und daraus entsprangen jene Zwistigkeiten, welche mit derheimlichen Ermordung de» meineidigen Herzogs endeten.