Druckschrift 
10 (1843)
Entstehung
Seite
65
Einzelbild herunterladen
 

65 '

gegenwart und Alle« überschauendes Feldherrntalent bil-den einen traurigen Contrast mit den Fehlern, dem Klein-muth und der Verrätherei von Andern, welche bisher, wieWirgesehen, alle seine weisesten Plane hatten scheiterngemacht. Trotz Clarence's mürrischem Wesen halte dochWarwick bis jetzt keinen Grund entdeckt, Zweifel in seineTreue zu setzen. Der Eid den er geleistet nicht nurHeinrich dem Sechsten in London, sondern auch Warwickin Amboise war der stärkste gewesen, der einen Men-schen an Mensche» binden kann. Wenn der Herzog nichtAlles, was er gehofft, gewonnen hatte, so hatte er dochBiel zu verlieren und zu befürchten beim Abfall zu Ed-ward. Er war der Lauteste gewesen mit kecken Reden undVersicherungen, als er von dem Ginfall gehört; und be-sonders hatte Jsabella, deren damaligen Einfluß überClarence der Graf überschätzte, bei der Nachricht voneiner so drohenden Gefahr für ihren Vater, all ihrenMißmuth vergessen und alle ihre Zärtlichkeit wieder an-genommen.

Während Marwicks kurzer Abwesenheit hatte Jsa-della wirklich ihr Möglichstes gethan, um ihr früheresUnrecht gut zu machen, und Clarence zu bewegen, daß erseinem Eide treu bliebe. Obgleich ihre Wankelmüthig-keit und Unentschlossenheit ihren Einfluß über den Herzogsehr geschwächt hatte, (denn Naturen wiedie seinige lassensich nur lenken durch die Macht eines steten und ruhigenWillens), hatte sie doch insoweit gesiegt, daß der Herzogheimlich einen Eilboten an Richard abgesandt hatte, durchBuIwer'S Romane. VX. I