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den war. Wie oft seufzte der Graf: „Wenn nur derPrinz hier wäre, dann wäre Alles gewonnen!" Heinrichwar schlimmer als eine Null — er war ein ewiges Hin-derniß. Seine guten Abfichten, seine ängstlich gewissen-hafte Frömmigkeit machten ihn immer geneigt, fich ein-zumischen. Die Kirche hatte schon fich seiner bemächtigt,«nd ihn getrieben, Proklamationen gegen die heimlichenLollharten zu erlassen, welche ihm auf Einen Schlag dieHerzen der Hälfte seinerNnterthanen geraubt haben würden.Dieß verhinderte Warwick, zum großen Mißvergnügendes redlichen Fürsten. Der Augenblick erheischte all denZauber, den eine einnehmende Persönlichkeit und ein glän-zender Hof ansüben konnten, lind Heinrich, froh überdi« Armuth seiner Schatzkammer, hielt es für Sünde,mit irdischen Herrlichkeiten zu prunken. „Der Himmelwird mich wieder züchtigen," sagte er sanft, „wenn ich,eben befreit ans einem Kerker, meine unwürdige Personmit allen Eitelkeiten vergänglicher Gewalt vergolde!"
Keine Sphäre war, die nicht durch den Frost derTugend dieses armen Königs irgendwie wäre verdüstertworden. Die muntern Jünglinge, welche an dem ver-lockenden Hof Edwards des Vierten geschwärmt und fichlustige Tage gemacht hatten, hörten mit verachtendemSpott die ernsten Predigten Heinrichs an über die Längeihrer Schmachtlocken und der Schnäbel an ihren Schuhen.Die tapfer» Krieger, die ihm um belobt zu werden vor-gestellt wurden, unterhielt er mit Betrachtungen über dieSündhaftigkeit des Krieges. Selbst der arme Adam