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„Hab' ich Euch nicht gewarnt, Tochter? Hättet Ihrnur zugegeben —"
„Wahr — wahr!" unterbrach ihn die Herzogin.„Jetzt packe, hänge, foltere, ersäufe oder verbrenne Dei-nen entsetzlichen Nebenbuhler, wenn Du willst, aber ver-nichte den Zauber und errette uns vor dem Grafen!"
Des Mönchs Auge zwinkerte, aber auf den erstenGedanken von Haß und Rache folgte bald ein zweiter:wenn man fände, daß er , der das berüchtigte wächserneBild des Grafen verfertigt hatte, jetzt sich einer schwerenMißhandlung und Gewaltthat an Master Adam Warnerschuldig gemacht habe, konnte dann nicht der Graf einesVorwandes froh sehn, ihm selbst den GaranS zu machen?
„Tochter," sagte der Mönch, wie er dieß bedachte,und schüttelte geheimnißvoll und traurig den Kopf„Tochter, es ist zu spät!"
Die Herzogin in größter Verzweiflung eilte zur Kö-nigin. Bisher hatte sie ihrer königlichen Tochter verhehlt,zu welchen Diensten ffe Adam benützte; denn Elisabeth,welche selbst unter dem Glauben des Volkes an Jacqnet-tas Zaubereien gelitten, hatte sic kürzlich erst ernstlich ge-beten , allen Künsten und Praktiken zn entsagen, welcheman anstößig finden könnte. Jetzt aber, als sie der geäng-steten, verzweifelnden Königin gestand, daß sie AdamWarner im Tower Herberge und welches Unglück er ge-weissagt habe, rief Elisabeth, welche aus Klugheit undStolz ihrer Mutter, fdie z» heftig war, um ein Geheim-ntß bewahren zu können) sorgsam das Verbrechen des