71
bin mit geborstenem Helm vom Pferd«, und betäubte ihnso, daß er von weiterer Verfolgung abstehen mußte. End-lich holten sie den König ein, erreichten mit ihm und sei-ner Truppe die Stadt Lpnn, trafen zu gutem Glück einenglisches und zwei holländische Schiffe im Begriff abzn-segeln; und ohne andere Kleider und Equipirung, außerdem Panzer den sie auf dem Leibe trugen, ohne Geld, flo-hen die Männer, vor wenigen Stunden als Monarch undals Peers begrüßt und geehrt, als Geächtete und Armeaus ihrem Vaterland. Neue Gefahren bedrohten sie zurSee; die Schiffe der Raubstaaten, im Krieg mit Frank-reich und England, machten Jagd auf ihre Fahrzeuge.Auf die Gefahr hin zu scheitern» liefen sie in der Nähevon Alkmar auf den Strand. Tie großen Schiffe derRaubstaaten verfolgten sie, soweit das seichte Wasser eSgestattete, in der Abficht, mit Eintritt der Fluth sich ihrerBeute zu bemächtigen. In dieser dringenden Noth kam derStatthalter derPcovinz (Louis von Grauthuse) an Bord ih-rer Schiffe, schützte die Flüchtlinge gegen die BarbareSken —führte sic nach dem Haag, und meldete dem Herzog von Bur-gund, wie sein Schwager seinen Thron verloren habe.Jetzt erfüllte sich Lord WarwickS Prophezeiung von derTreue Burgunds! Der Herzog, mit welchem ein Bünd-niß zu schließen Edward so am Herzen gelegen war, daßer deßhalb den Mann kränkte und beschimpfte, dem er dieKrone verdankte, fürchtete den siegreichen Grafen so, „daßer lieber König Edwards Tod als seine Niederlage gehört