67
„Kommt, Hastings," sagte der König mit einem gei-sterhaften Lächeln — „sie sagen uns, wir müssen fliehen!"
„Wahr, Sir, eilt — eilt! Ich bleibe nur hier, umden Feind zu täuschen, indem ich zum Schein den Paßvertheidige, und um so gut als ich kann die treuen Sol-daten zu berathen, die wir zurück lassen."
„Wackrer Hastings!" sagte Gloucester, ihm die Handdrückend, „Ihr thut recht, und ich beneide Euch denRuhmdieses Postens. Kommt, Sire!"
„Ja — ja!" sagte der König mit einem plötzlichenheftigen Aufschrei, „wir gehen, aber wenigstens wollenwir auf unserm Wege niedermetzeln. Seht, jene Truppevon Schuften! reiten wir mitten hindurch! Verderbenund Rache!"
Er gab seinem Pferde die Sporen, galoppirte überdie Brücke, und «he seine Begleiter ihm folgen konnten,stürzte er sich allein mitten unter die Vorhut hinein,Welche ausgesandt war, die Feste zu umstellen; und wäh-rend sie noch schrieen: „Wo ist der Tyrann — wo istEdward?" antwortete eine Donnerstimme: „Hier, hierIhr Rebellen und Missethäter, in Euren Reihen!"
Diese plötzliche, überraschende Antwort, mehr nochals die Streiche des riesenhaften Schwertes, unter wel-chen Helm und Panzer zerspalten hinsanken, wie die Artdes Holzhauers dürre Reiser spaltet, verursachte unter demFeind jenen panischen Schrecken, der in jenen Zeiten oftganze Schaaren vor dem Arm und dem Namen Eine«Manne« zerstäuben machte. Sie wichen in Verwirrung