Druckschrift 
9 (1843)
Entstehung
Seite
61
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Nicht mit einem Heere von fremden Söldnern machtesich Lord Warwtck auf zu seinem großen Unternehmen.Gering in der That war die Anzahl der Truppen, die ervon Frankreich mitbrachte denn er hatte aus Englanderfahren, daßdie Leute so sehr täglich und stündlich, seineAnkunft und Rückkehr so ernstlich wünschten und ersehnten,daß beinahe alle Männer im Harnisch waren, seiner Lan-dung harrend."* Als seine Schiffe sich der Küste näherten,

" Die Volksstimmung und Gesinnung zn Gunsten deS Gra-fen wird von Hali geschildert, mit etwas mehr Vercdtsamkeit und Kraft, als man gewöhnlich bei diesem einfachenChronisten findet:Die Abwesenheit des Grafen von Mar-wick machte das gemeine Volk Tag für Tag mehr verlan-gend und sehnsüchtig nach seinem Anblick, und seine Personwieder in ihrer Mitte mit Augen zn sehen. Denn sic ach-teten, daß die Sonne offenbarlich von der Welt genommenwäre, wenn er nicht da wäre. In solch hoher Schätzungwar sein Name unter den Leuten, daß sie keinen Menschenauf der Welt so in Ehren hielten, daß sie Niemand so sehrrühmten und lobten, Niemand so in den Himmel erhoben.Was soll ich sagen? Sein Name allein ertönte in jedemLied im Mund des gemeinen Mannes, und sein Conterfeiward mit großer Ehrerbietung vorgestellt, wenn öffentlicheSchauspiele oder Triumphzüge sollten aufgcführt oder ausoffener Straße gefeiert werden" u. s. w. Diese lebhafteStelle, wenn die Farben nicht zu stark aufgctragen find,dient zugleich, uns einen Begriff zu geben von der damalsbestehenden, in derben und rohen Saturnalicn sich beurkun-denden Freiheit, selbst unter einem so strengen und eifer-süchtigen König, wie Edward lv. Obwohl ein einzelnerMann gehängt werden mochte für den Scherz: er wolleseinen Sohn zum Erben der Krone machen (nämlich der

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