Hastings hatte nicht den hochfahrenden und mehr alsköniglichen Stolz Warwick'S und Montagu'S, aber dieseNachricht reizte und erbitterte ihn merklich.
„Meine Gemächer als Lord Kämmerer — als Einerder Oberhauptleute im Heere des Königs, der Kammer-frau von Sir Anthony Woodville'S Weib angewiesen'?Auf wessen Befehl, Sir?"
„Auf Befehl Ihrer Hoheit der Königin — verzeihtmir, mein Lord," und der Gentleman fuhr, sich rings um-schauend, mit leiser Stimme fort — „verzeiht mir, JhreHoheit setzte hinzu: 'Wenn der Lord Kämmerer nicht
vor Ende der Woche zurück kommt, so dürfte er nicht bloSdie Zimmer, sondern auch das Amt nicht mehr unbesetztfinden.' Mein Lord, wir Alle lieben Euch — vergebtmeinem Eifer, und seht Wohl zu, wenn Ihr behauptenWollt, was Euch gebührt l"
„Dank, Sir. — Ist mein Lord von Gloucester imPalast?"
„Za, und in seinem Zimmer. Gr bleibt nicht langebeim Mahl sitzen."
„Seyd so gut und erbittet mir Seiner Hoheit Er-laubnis ihm aufzuwarten, wenn er gelegene Zeit hat —ich erwarte hier seine Antwort."
An die Wand des CorridorS sich lehnend, überließsich Hastings andern Gedanken als an Liebe! So starkist die Gewohnheit — so mächtig Eitelkeit oder Ehrgeiz,wenn man sich ihnen einmal hingegeben, daß diese kleineZurücksetzung eine plötzliche Umwälzung im Gemüth des