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daS bloße Messer in ihrer blutigen Hand. Die rothe Gri-sell, welche eben den Leichnam eines Soldaten (mit einemzornigen Fußtritt, denn die Tasche war leer) verlassenhatte, dessen Hals sie noch den Tag zuvor mit ihren Ar-men heiß umklammert hatte, sprang auf Sybille zu; dieklebrigen von der Bande rotteten sich zusammen, und lach-ten in wilder Freude beim Anblick ihrer unerwartetenBeute. Die Gefahr war entsetzlich und drohend; keineSpur von Mitleid war in diesen rohen Augen zu sehen.Die beiden Unglücklichen bereiteten sich zum Tod — alsplötzlich Fackeln über das Feld leuchteten. Ein Schreiward gehört: „Seht sie, die die Tobten plündern!" Be-waffnete Männer eilten herbei, und die erschreckten Scheu-sale stießen ein gellendes, unheimliches Gekreisch aus, undflohen vom Platz, über Leichname hüpfend, und hin undher ausbiegend, bis sie im Dunkel des Waldes verschwun-den waren.
„Profoß!" sagte eine gebietende Stimme, „hängtmir diese Schildwachcn auf mit Tagesanbruch!"
„Mein Sohn, mein Knabe! sprich, Hal — sprich zumir! da ist er — er ist gefunden!" rief der alte Soldat,neben dem Leichnam zu Sybillens Füßen knieend.
„Mein Lord! mein Geliebter! mein Hastings!" Und^ Sybille fiel bewußtlos vor dem Feldherrn nieder.