Druckschrift 
8 (1843)
Entstehung
Seite
49
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Schooße des Gemetzels! Sie waren bis in die Mittedes Feldes gekommen, als sie von einer Stelle, wo dieLeichname am dichtesten aufeinandergehäust lagen, eineschwache Stimme Gott um Vergebung beten hörten; undplötzlich ertönte als Antwort eine Stimme voll wildererTodesqual die nicht betete, sondern fluchte.

Von demselben Gefühl getrieben schritten die beidenweichherzigen Flüchtlinge schweigend jenem Punkte zu.

Der leidende Beter war ein Jüngling, kaum überdie Knabcnjahre hinaus; sein Helm war gespalten, seinHaupt war bloß, und seine langen lichten Haare mit Blutzusammengeklebt, fielen über seine Schultern. Neben ihmlag ein starkgebauter, gewaltiger Mann, der sich in pein-vollem Schmerz krünimte, von einem Uork'schen Pfeilunter dem Arm durchbohrt, der Schaft noch aus der Wundehervorragend und des Mannes Flüche beantwortetendes Knaben Gebet.

Friede mit Deiner scheidenden Seele, Bruder!" sagteWarner, sich über den Mann beugend.

Armer Leidender!" sagte Sybille zu dem Knaben,fasse Mnth; wir wollen Dir Beistand schicken! Du kannstvielleicht leben bleiben!"

Wasser! Wasser! Hölle und Verdammniß!Wasser, sag' ich!" stöhnte der Mann;Einen TropfenWasser!"

Es war der Hauptmann der Marodeurs, welche dieWanderer gefangen hatten.

Deinen Arm! hebe mich auf! rücke mich weg! die-BuIwer'S Romane. LVlll. 4