Druckschrift 
7 (1843)
Entstehung
Seite
118
Einzelbild herunterladen
 

der kraftvollen Raschheit und dem ausgezeichneten Anfüh-rertalcnt, welche Edward im Krieg immer bewährte,

und neunzehn Andre, Gentlemen und Aromen, spießen;und nach den, Abscheu, den dieß Schauspiel erregte, unddem allgemeinen Haß den sich Wertester dadurch znzog, läßtsich leider mit Grund schließen, daß die Unglücklichen dieMarter dieser Strafe wirklich »och fühlten, obgleich sic zu-erst erdrosselt oder gehängt worden zu seyn scheinen; denndiese beschimpfende Strafe, nur über die Leichname vonRebellen verhängt, war in jenen Tagen zu gewöhnlich, alsdaß sie die Entrüstung hätte Hervorrufen können, welchedas llrtheil begleitete, das Worcestcr über seine Opferfällte. Vergebens suchen einige Schriftsteller das Gcdächt-niß dieses gelehrten Edelmanns von der Mackel der Grau-samkeit zu reinigen durch rhetorische Tiraden über dieUnmöglichkeit, daß ein Liebhaber der Wissenschaften einfühlloscr Unmensch sehn könne. Die allgemeine Ansicht,die dieser Vcrtheidigung zu Gru,»e liegt, ist falsch, Inunwissende» Zeitaltern wird ein Manu von überlegenenKenntnissen und Talenten nicht nothchcndig human durchdie Bildung seines Geistes; im Gegcntheil, nur zu oftlernt er den ungebildeten Haufen als Wesen von ganz an-dern, Stoff anschen. Dieser Wahrheit ist alle Geschichtevoll sie bezeugen die talentvollen Tyrannen Griechen-lands, der tiefe aber grausame Geist der Italienischen Vor-gia's. Richard III, und Heinrich VIII, besaßen Beide einefür ihr Zeitalter hohe Bildung, Aber bei Tiptoft, LordWorcester, ist die Angabe von seiner Grausamkeit nichtminder unwidersprechlich als die Zeugnisse, welche seine Ge-lehrsamkeit beweisen der Historiker von Erohland allein istunanfechtbar, WorccsterS allgemeiner Name: der Schläch-ter, ist für sich schon ein genügendes Zeugniß, Das Volkirrt allerdings oft, aber wohl schwerlich in Einem Punkte:ob nämlich ein Mann, der über es selbst zu Gericht saß.barmherzig »der grausam ist.