vermehren wird. Beruhige Dich, sag'ich. Wo hast DuIsabellen gelassen?"
„Bei meiner Mutter."
„Nnd Anna? — die Königin peinigt doch nicht ihrjunges Herz mit kalter Gnade?"
„Nein — die Königin wagt nicht, gegen EdwardsWillen ihrer Bosheit die Zügel schießen zu lassen; undum ihm Gerechtigkeit widerfahren zu lasse», er hat LordMarwicks Tochter alle Ehre bezeigt."
„Er ist ein Fürst voll Galanterie, bei all seinen Feh-lern," sagte der Vater herzlich; „und wir müssen Geduldmit ihm haben, George; denn wahrlich, er hat die Men-schen durch einen Zauber gefesselt, daß sie ihn lieben müs-sen. Bleib Du hier und theile mit mir meine eiligeMahlzeit, und beim Wein wollen wir von Deinen Aus-sichten und Absichten sprechen. Gönne mir jetzt einenAugenblick; ich habe genug vorzubereiten für eine schlaf-lose Nacht. Diese Rebellion in Lineolnshire läßt vielMühe und Unlust voraussehen. Lord Willoughby hat sichihr angeschlossen — mehr als zwanzigtansend Männerstehen unter den Waffen. Ich habe schon die Ritter undBarone berufen lassen, auf welche sich der König am mei-sten verlassen kann, und muß ihren unverzüglichen Auf-bruch nach ihren Schlössern betreiben, daß sie Mannschaftaufbieten nnd dem Feind entgegen ziehen? Während Ed-ward zecht und schwelgt, muß sein Minister arbeiten. Ver-zieh eine Weile, bis ich znrückkomme."