Druckschrift 
7 (1843)
Entstehung
Seite
61
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und stolz,Du hast kein Recht, daß ich wüßte, in meineGesinnungen und Geheimnisse Dich cinzudrängen: ichkann in Dir nicht meinen Richter anerkennen, guter Ju-welier und Goldschmid genug wahrhaftig der Artig-keit, daß ich Dir den Vortritt einräume. Trage DemAnliegen vor, so beweglich als Du willst, wie Du es mirvorgetragen hast; sage von mir Alles, was Du Schlim-mes von mir zu argwohnen Grund zu haben wähnenmagst; und wenn, Meister Alwyn, Du die Dame freiendgewinnst, so verfehle nicht, mich zu Deiner Hochzeit ein-zuladen!"

Es lag in dieser Rede und in dem Wesen des Reden-den jener hochmüthige Leichtsinn, jene unaussprechlichebewußte Vornehmheit die kalte, ironische Ruhe, welcheEinen mehr demüthigen und scheu machen, als ernsteVerachtung und herrische Leidenschaft. Alwyn knirschtemit den Zähnen, wie er zuhörte, und stierte mit schwei-gender Verzweiflung und Wuth den kaltblütigen Lord an.Keiner der beiden Männer konnte eigentlich schön ge-nannt werden. Alwyn hatte auf seiner Seite den Vor-zug jugendlicherer Jahre, eines Hähern Wuchses, einerkraftvolleren, obwohl weniger geschmeidigen und gefälli-gen Gestalt. Selbst in ihrem Anzug war Wenig vondem scharfbezcichnetcn Unterschied zu sehe», welcher da-mals die verschiedenen Stände trennte; denn die dunkleTunika und Obcrrock von Tuch, welche Hastings trug,waren eine einfachere Tracht als der hellfarbige Anzug desBulwer's Romane. 6VU. 5