und stolz, „Du hast kein Recht, daß ich wüßte, in meineGesinnungen und Geheimnisse Dich cinzudrängen: ichkann in Dir nicht meinen Richter anerkennen, guter Ju-welier und Goldschmid — genug wahrhaftig der Artig-keit, daß ich Dir den Vortritt einräume. Trage DemAnliegen vor, so beweglich als Du willst, wie Du es mirvorgetragen hast; sage von mir Alles, was Du Schlim-mes von mir zu argwohnen Grund zu haben wähnenmagst; und wenn, Meister Alwyn, Du die Dame freiendgewinnst, so verfehle nicht, mich zu Deiner Hochzeit ein-zuladen!"
Es lag in dieser Rede und in dem Wesen des Reden-den jener hochmüthige Leichtsinn, jene unaussprechlichebewußte Vornehmheit — die kalte, ironische Ruhe, welcheEinen mehr demüthigen und scheu machen, als ernsteVerachtung und herrische Leidenschaft. Alwyn knirschtemit den Zähnen, wie er zuhörte, und stierte mit schwei-gender Verzweiflung und Wuth den kaltblütigen Lord an.Keiner der beiden Männer konnte eigentlich schön ge-nannt werden. Alwyn hatte auf seiner Seite den Vor-zug jugendlicherer Jahre, eines Hähern Wuchses, einerkraftvolleren, obwohl weniger geschmeidigen und gefälli-gen Gestalt. Selbst in ihrem Anzug war Wenig vondem scharfbezcichnetcn Unterschied zu sehe», welcher da-mals die verschiedenen Stände trennte; denn die dunkleTunika und Obcrrock von Tuch, welche Hastings trug,waren eine einfachere Tracht als der hellfarbige Anzug desBulwer's Romane. 6VU. 5