Druckschrift 
7 (1843)
Entstehung
Seite
60
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nicht wenn ich auch vielleicht mit Schmerz verzichtenlerne!"

Du kannst Deinen Wunsch nicht erreichen, Mann,"begann der Edelmann wieder in kälterem Tone,undkönntest es nicht, wenn auch William Hastings nie gelebthätte. Weiberaugen, gewohnt den äußerlichen Schimmerder Welt anzugaffen, sind blind gegen schmucklosen Werthwie der Deinige. Es wäre vielleicht anders gewesen, wenndas Fräulein nie ihren Fuß in einen Palast gesetzt hätte;aber so wie eS nun einmal steht, wackerer Gesell, mußtDu eben lernen. wie solche Wunden des Herzens vernar-ben, und die Stelle mehr und mehr hart und fühlloSwird. Was bist Du, Meister Richolas Alwyn, (fuhrHastingS düster und mit einem todtenhasten Lächeln fort,)was bist Du, daß Du nach einer Seligkeit verlangst, diemir, die uns Allen versagt bleibt nach der Seligkeit,die Poesie ins Leben einzuführen, dem Mannesalter dieBlüthe der Jugend zu bewahren durch den Gewinn undBesitz der ersten Liebe? Aber glaube nicht, Herr Lieb-haber, daß ich dieß aus Eifersucht, oder um Dich herab-zusetzen, sage. Schau dort, bei der entlaubten Ulms, dasweiße Gewand der Sybille Warner. Geh hin und macheDeine Bewerbung geltend!"

Verstehe ich Euch recht, mein Lord ?" sagte Alwyn,etwas verwirrt und verblüfft durch den Ton und das Be-nehmen, welche Hastings annahm.Lügt das Gerücht,und liebt Ihr dieß Mädchen nicht?"

Ehrlicher Meister," erwiederte HastingS verächtlich»