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bildsamerer Beweglichkeit, ein sanfteres, wärmeres Rothüberzieht die Wange, und befreit von dem steifen Zwangder Kseidung ruhen die gerundeten Glieder in reizendererAnmuth! Die Jugend erscheint jünger im Schlaf, dieSchönheit schöner und die Reinheit reiner. Lang unddunkel beschatteten die Augenwimpern die Weißen Lieder,und die Frische der halbgeöffneten, schwellenden Lippenlud den Schwesterlich ein, welcher die Schläferin auf-weckte.
„Ach, Lady," sagte Sybille, sich die Haare von dendunkelblauen Augen wegstreichend, „Ihr seyd hier — Ihrseyd sicher und wohlbehalten! gepriewn seyen die Heiligenund die Mutter Gottes — den» ich hatte in der Nachteinen Traum, der mich erschreckte und entsetzte!"
„Und meine Träume waren ganzfröhlich und golden,"sagte Anna. „Was war der Deinige?"
„Mir war, als schliefet Ihr in diesem Zimmer, aberals wäre ich nicht an Eurer Seite, sondern bewachte Euchin einer kleinen Entfernung; und stehe da! eine greulicheSchlange glitt aus jener Vertiefung hervor, und krochan Euer Kiffen, und ich hörte ihr Zischen und rang. Euchzu Hülfe zu kommen, aber umsonst: ein Zauber schienmeine Glieder gefesselt zu halten. Endlich fand ich meineStimme wieder — ich schrie laut — ich erwachte; und,spottet meiner nicht, aber ich horte ganz gewiß sich ent-fernende Schritte und das leise Knarren einer auf und zugehenden Thüre."
„Das war die Wirkung des Traumes, die noch über