! seines Schwertes schlagend, rief er: „Vcrräther, hast^ Du so Dein Versprechen gehalten? Zitterst Du nichtvor meiner Rache?"
„Ruhig, ruhig!" sagte Caldcron mit gebieterischemaber lcichcnhaftem Ton und die eine Hand schüttelndmit einer Gcbcrdc von Ungeduld und Vorwurf, wäh-rend er mit der andern das lange wallende Haar zu-^ rückschob, welches über das blasse Antlitz der noch im-mer bewußtlosen Novize fiel. „Ruhig! Prinz vonSpanien; Deine Stimme scheucht das kämpfende Leben
> zurück — ruhig! Schau auf, Bild und Reliquie derVerlornen — der Gemordeten — der Märtyrerin!
> Still! hört Ihr ihren Athcm? oder ist sie bei ihrer
j Mutter in dem Himmel, welcher sich mir verschließt?
Lebe, lebe! meine Tochter — mein Kind, lebe! dennDein Leben in der Welt später wird nicht mein scyn!"
„Was bedeutet dicß?" sagte der Prinz.stammelnd.„Welches Gaukclwcrk macht mir da Deine List undTücke vor?"
Caldcron antwortete nicht; und in diesem Augen-blick seufzte Bcatriz schwer und ihre Augen öffnetensich.
„Mein Kind! mein Kind! — Du bist mein I Sprich— laß mich Deine Stimme hören — laß sic mich nocheinmal Vater nennen!"
^ Und Caldcron sank auf seine Knice und inbrünstig
1 seine Hände faltend, sah er ihr flehentlich ins Angc-
, sicht. Die Novize, jetzt allmälig wieder zum Leben
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