61
Siebentes Kapitel.
Das offene Gesicht, die verborgne» Gedanke».
Am folgenden Tag, Vormittags, besuchte Caldc-ron Fonscca in seiner Haft. Der junge Mann saßan einem Fenster, das die Aussicht auf einen großenöden Hofraum, mit einem vernachläßigtcn und zcrbro-. chcncn Brunnen in der Mitte hatte, und er stütztefeine Wange ans die Hand. Sein langes Haar flat-terte aufgelöst um ihn, seine Kleidung war unordcnt-E sich, und ein düstrer Groll verfinsterte eine von Naturä offene und aufgeweckte Gefichtsbildnng. Er sprang aufals Caldcron sich ihm näherte.
„Meine Freilassung — Ihr bringt meine Freilas-snng —, laßt uns fort!"
„Mein theurcr Zögling faßt Euch, scpd ruhig.Ich habe den Herzog gesprochen; die Ursache EurerVerhaftung ist was ich vcrmuthctc. Einige unvorsichtige. Worte, erlauscht vielleicht nur von Eurem Kammer-diener, entschlüpften Euch — Worte, die Euren Vor-satz aussprachen, Beatriz nicht aufzngcben. Ihr kennt
4
4