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Eine Tugend — nicht Eine Empfindung — nicht EinenGedanken, der Andern zun, Besten dienen konnte, zertretenhatte, einem ruhniwürdigen Zweck zugestrebt: — einmalzu solcher Neberzeugnng gelangt, war ich nicht schwachgenug, leere Reue über meine That zu empfinden, die ichin meinem Fall für kein Verbrechen gelten ließ, Reuefühlte ich nicht, Wohl aber Bedauern. Den Gedanken,daß wenn ich drei Tage gewartet, ich mir'nicht eine Schuld,aber die Möglichkeit der Schande erspart haben würde:
— die Möglichkeit zu Hausmaus Gleichen herabzufinkcn:
— das Gefühl, daß den Menschen Macht gegeben sch, Ge-walt gegen mich anznwenden; — daß ich nicht längeraußer dem Bereich menschlicher Bosheit oder menschlicherNeugierde stehe — daß ich ein Sklave meines eigenenGeheimnisses seh — daß ich fürder nicht Herr war, meinHerz nach Gefallen zu zeigen oder zu verbergen — daß ichzu jeder Stunde, im Besitz von Ehren, in den Rrincn derhiebe, gepackt und als Mörder ausgcschriecn werden konnte
— daß mein Leben, mein Nus, vom Hauch des Zufallsabhingen — daß im Augenblick, wo inirs am wenigstenahnete, die Erde ihren Tvdten zurückgeben, das Hochge-richt sein Opfer fordern konnte: könnt ich Dies fühlen,all Dies — ohne die Vergangenheit zu einem Gespenstfür mich zu machen? — zn einem Gespenst, das an mei-ner Seite ging — sich mit mir zn Bett legte — aus meinenBücher» sich erhob — zwischen mich und die Sterne desHimmels schlich — sich unter die Blumen stahl und ihrensüßen Duft vergiftete — das mir ins Ohr flüsterte: